Elternbegleitung als alltagsnaher Zugang zu Familien: Neue Studie erschienen
Im Rahmen des aktuellen ESF Plus-Programms „ElternChanceN – mit Elternbegleitung Familien stärken“ wurde eine neue Best-Practice -Studie des Kompetenzteams „Frühe Bildung in der Familie“ an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) veröffentlicht. Unter dem Titel „Wie Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Eltern und der Kinder- und Jugendhilfe gelingen“ werden quantitative und qualitative Ergebnisse zur Elternbegleitung dargestellt. Der Fokus liegt dabei auf der Unterstützung von Familien in besonderen Lebenslagen und der Zusammenarbeit mit Eltern an Schulen.
Familie ist der wichtigste Ort für das Aufwachsen von Kindern. Eine enge Zusammenarbeit mit Eltern als auch niedrigschwellige Angebote und ein sozialräumlich vernetztes Vorgehen sind daher essentiell, um Eltern in herausfordernden Lebenslagen zu unterstützen und ein gesundes Aufwachsen von Kindern zu ermöglichen.
Mit den im Rahmen des ESF Plus-Programms geförderten „Netzwerken Elternbegleitung“ soll zum einen der Zugang zu Familien in besonderen Lebenslagen verbessert werden (https://elternchancen.de). Zum anderen sollen Strukturen geschaffen und gestärkt werden, die eine nachhaltige sozialräumliche Verankerung von Elternbegleitung etablieren. Die erste Förderphase des Programms startete 2022 und wurde im Mai 2025 abgeschlossen. Grundlage der Studie „Wie Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Eltern und der Kinder- und Jugendhilfe gelingen.“ sind quantitative Monitoring-Daten und zehn qualitative Interviews mit Netzwerkkoordinator/innen und Elternbegleiter/innen aus den „Netzwerken Elternbegleitung“.
Die Studie zeigt, wie zu Elternbegleiter/innen ausgebildete Fachkräfte Familien erreichen und sich zu dauerhaften Vertrauens- und Kontaktpersonen entwickeln. Diese Fachkräfte begleiten Kinder im familiären Alltag und auf ihrem Bildungsweg und erleichtern Eltern, gerade in besonderen Lebenslagen, den Zugang zur familienfördernden Infrastruktur. Eine engere Zusammenarbeit mit Eltern, leicht zugängliche Angebote und ein sozialräumlich vernetztes Vorgehen sind, das zeigen die Befunde, ein wichtiger Baustein einer präventiv wirksamen Förderung von Familien und bessere Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder.
Die Befunde bieten wertvolle Einblicke in die Arbeit der Netzwerke und zentrale Erfahrungen aus der ersten Förderphase. Sie zeigen praxisnah auf, wie Elternbegleitung zur Stärkung von Familien beitragen und eine Partnerschaft zwischen Eltern und der Kinder- und Jugendhilfe fördern kann. Interessierte können die Studie auf der Website des ESF Plus-Programms „ElternChanceN“ abrufen.
