Mutter-Kind-Kur beginnt zuhause

Beratungsstellen für Müttergenesung sind bekannt dafür, dass sie bei formalen und organisatorischen Fragen rund um Mütter- und Mutter-Kind-Kuren weiterhelfen. Dabei leisten die Beraterinnen in den so genannten Clearing-Gesprächen noch weit mehr. „Weil es in vielen Fällen das erste Mal ist, dass die Frauen frei über sich und ihre Situation sprechen können, beginnt in diesem Moment die Müttergenesung“, erklärt Margot Jäger, Geschäftsführerin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung. Für die KAG sind die Beratungsstellen Teil der therapeutischen Kette, bei der die Beraterinnen vor Ort und die Mitarbeitenden in den Fachkliniken abgestimmt und eng zusammenarbeiten.

„Viele Frauen erleben das erste Gespräch als Befreiung“, sagt Jäger. Denn die Mütter können über ihre Belastung im Familienalltag, über ihre Beziehung zu ihren Kindern oder ihrem Partner sprechen, ohne dass sie sich rechtfertigen müssen oder dafür bewertet werden. Mit Hilfe der Beraterinnen nehmen die Frauen eine neue Perspektive ein. Sie erleben sich als aktiv, überlegen Ziele für Veränderungen und spüren, dass sie auf dem Weg professionell unterstützt werden und Stärkung erfahren können.

Die Beraterinnen zeigen die verschiedenen Möglichkeiten auf. Neben den klassischen Leistungen bieten die Einrichtungen der KAG Spezialisierungen auf bestimmte Krankheiten oder Lebenssituationen. Oft sind die Frauen überrascht, dass es genau für ihre Situation gezielte Hilfsangebote mit bewährten Therapiekonzepten gibt. Die Fragen des Zeitpunkts einer Vorsorge- oder Rehamaßnahme der Müttergenesung ist für die Frauen ebenfalls von großer Bedeutung. Dass schulpflichtige Kinder während der Mutter-Kind-Kur in eigenen Klinik-Schulen weiter unterrichtet werden, hilft Frauen, nicht auf die Ferienzeit zu warten. Bei Bedarf kann sofort gehandelt werden.

Die Beratung in der KAG Müttergenesung ist ein offenes Angebot, bei dem alle Mütter und Väter über ihre Familiensituation und Gesundheit sprechen können. Darum prüfen die Beraterinnen, was die richtige Hilfe sein kann. In einigen Fällen stellen sie Kontakt zu spezialisierten Beratungsangeboten her. Gerade kirchliche Träger verfügen über ein breites Spektrum und können direkt weiterhelfen. Vernetzung spielt auch nach der stationären Maßnahme eine große Rolle. Die Beraterinnen bringen weiterführende Angebote am Wohnort ins Gespräch, wenn dies den Erfolg der Müttergenesung dauerhaft sichert.

Die KAG hat für erste Fragen rund um eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kur eine Hotline eingerichtet. Unter der Nummer 0180/140 0 140 (3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz) informieren Mütterberaterinnen und helfen dabei, vor Ort den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Quelle

Kath. Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung e.V.