Steuerliche Absetzbarkeit von familienunterstützenden Dienstleistungen

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Viele berufstätige Eltern wünschen sich neben der Arbeit mehr Zeit für ihre Kinder, und auch ältere Menschen brauchen häufig Unterstützung im Haushalt.

Das Familienleistungsgesetz erleichtert es ihnen, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Seit Januar 2009 können 20 Prozent der Arbeitskosten für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen und Pflege- und Betreuungsleistungen von der Steuerschuld abgezogen werden. Für alles zusammen gilt künftig ein erhöhter Höchstbetrag von 4.000 Euro (bisher 1.200 Euro bzw. 2.400 Euro für Beschäftigungsverhältnisse im Privathaushalt). Bei Handwerkerleistungen ohne Materialkosten können maximal 1.200 Euro geltend gemacht werden. Nur bei Arbeitsverhältnissen auf geringfügiger Basis gilt weiterhin ein niedriger Höchstbetrag von 510 Euro, um Fehlanreize zu Lasten der Beschäftigten zu vermeiden.

Die Neuregelung vereinfacht die Inanspruchnahme von familienunterstützenden Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger: Die bisher unterschiedlichen und geringeren Sätze von zehn, zwölf und 20 Prozent werden vereinheitlicht und – mit Ausnahme der Minijobs – unter einen gemeinsamen Höchstbetrag zusammengefasst. Mit der neuen Regelung kann die Steuerermäßigung auch für Pflege- und Betreuungsleistungen oder etwa bei der Unterbringung im Heim in Anspruch genommen werden. Bedingung ist jedoch, dass Kosten für Dienstleistungen enthalten sind, die mit denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar sind.

Weitere Informationen

Broschüre: Haushaltsnahe Dienstleistungen: Bedarfe und Motive beim beruflichen Wiedereinstieg

Externe Links zum Thema

Serviceportal Familien-Wegweiser: Jobs in Privathaushalten

Erstellt am 30. Januar 2004, zuletzt geändert am 20. September 2013