Kinderbrillen: der richtige Sitz, die richtige Pflege

Deutsches Grünes Kreuz

Kindgerechte Brillen sollten klein, stabil und nicht breiter als das Gesicht sein. Die Mitte des möglichst dünnen Glases gehört vor die Pupillenmitte. Besonders wichtig und oft übersehen für den Halt der Kinderbrille auf der Nase sind die Nasenauflagen, Pads genannt. Hautfreundlich sind solche aus Silikon. Durch ihre rauere Oberfläche im Vergleich zu normalen Kunststoff-Pads haften sie ausgezeichnet auf dem Nasenrücken, auch wenn man schwitzt. Das lästige Zurechtrücken der Brille entfällt. Nachteil dieser Brillenteile: Im Laufe der Zeit setzt sich die Oberfläche mit Hautpartikeln und -fett zu. Die Oberfläche wird immer glatter und teilweise auch unansehnlich.

Abhilfe schafft ein Gang zum Augenoptiker. In einem speziellen Ultraschall- Reinigungsbad reinigt dieser die Brille. Feinster Staub und Sandkastenschmutz lösen sich dabei aus allen Ritzen, selbst aus der Oberfläche der anfangs erwähnten Silikonpads. Leider nutzt manchmal aber auch ein Ultraschallbad nur wenig, vor allem wenn Schmutz sich bereits tief im Material eingelagert hat. In einem solchen Fall ist ein Austausch der Pads empfehlenswert.

Das Reinigen der Brille zählt übrigens in der Regel zum kostenlosen Service eines Augenoptikers. Nur den Tausch der Pads gibt es meistens nicht zum Nulltarif. Und wenn man schon mal beim Fachmann ist, kann dieser gleich den Sitz der Kinderbrille kontrollieren und sie neu in Form bringen.

Kinderbrille

Eltern sollten sowieso öfters die Brillen der lieben Kleinen kontrollieren lassen. Der Grund: Sitzt die Brille schief, kommt es schnell zu äußerst schmerzhaften Druckstellen hinter den Ohren, an den Schläfen oder auch auf der Nase, was dem kleinen Brillenträger das Brilletragen ganz schön verleiden kann.
 

Quelle

Pressedienst das gesunde kind Nr. 6/7 – Mai/Juni 2003

Erstellt am 30. Januar 2004, zuletzt geändert am 30. Januar 2004