Grenzen setzen in der Erziehung
Erstellt am 15. November 2002,
Klaus Fischer

Kinder kommen mit Bedürfnissen zur Welt, aber nicht mit einem Weltbild. Sie sind von Geburt an noch keine Wesen, die sich an Spielregeln mitmenschlichen Zusammenlebens orientieren können. Vielmehr orientieren sie sich an ihren Bedürfnissen. Sie brauchen auch zunächst die Befriedigung ihrer Bedürfnisse, um Grundsicherheit zu erlangen. Dann müssen sie aber auch lernen, dass es andere Menschen mit anderen Bedürfnissen gibt.
Wenn wir uns hier mit dem Thema “Grenzen” beschäftigen, heißt dies, dass Grenzen eingebettet sein müssen in liebevolle Beziehungen, in verantwortliches erwachsenes Handeln.
“Kinder brauchen Grenzen” heißt nicht, dass Erwachsene ihre “Ausraster” , ihre willkürlichen und unreflektierten Machtdemonstrationen, ihre Übergriffe rechtfertigen mit dem Argument, dass Kinder eben nicht anders lernen.
Grenzen aufzeigen heißt, verantwortlich Orientierung zu geben, wohlüberlegt Einhalt zu gebieten und Kindern Werte und Regeln des Zusammenlebens vorzuleben und vorzugeben – mit dem Bewusstsein, dass Grenzen Halt und Sicherheit geben.
Kinder brauchen und suchen die Erfahrung von Grenzen. Gerade weil Kinder sehr stark bedürfnisorientiert sind, brauchen sie auch nach und nach die angemessene Erfahrung des Versagens von Wünschen.
Hier finden Sie weitere Ausführungen zum Thema:
Grenzen setzen PDF-Datei (315kB)
Autor
Klaus Fischer, Dipl.Soz.päd., Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut
Beratungsstelle f. Eltern, Kinder und Jugendliche
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57302 Schmallenberg
Tel.: 02972 2288
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E-Mail: Klaus Fischer (Kl NULL.fischer-meschede null@null t-online NULL.de)
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