ZUM TEXTHauptmenüHauptseiteFamilienhandbuch-Forum Stichwortsuche von A bis ZAktivitäten mit KindernAngebote/Hilfen Behinderung Elternschaft Ernährung Erziehungsbereiche Erziehungsfragen Familie und Beruf Familienbildung Familienforschung Familienpolitik Gesundheit Häufige Probleme Haushalt/Finanzen Jugendforschung Kindertagesbetreuung Kindheitsforschung Kindliche Entwicklung Leistungen für Familien Partnerschaft Rechtsfragen Schule Teil- und Stieffamilien Trennung/Scheidung VerschiedenesImpressumKontakt | ZUM MENÜKörperliche und motorische Entwicklung im Säuglings- und KleinkindalterHeinz Krombholz
![]() Neuere Forschungsergebnisse zur frühkindlichen Entwicklung haben - zumindest in der Wissenschaft - zu einem stark veränderten Bild vom Kleinkind geführt. Galt lange der Säugling - abgesehen von den wenigen überlebensnotwendigen Leistungen wie Saugen und Schlucken - als passiv, erlebnis- und handlungsunfähig, so zeigt sich nun, dass Babys bereits unmittelbar nach der Geburt erstaunliche Fähigkeiten (Überlebenskompetenzen) besitzen. Sie sind nicht nur von Natur aus dafür ausgestattet, sondern sie zeigen auch ein ausgeprägtes Bedürfnis, sich die Welt, in die sie geboren werden, vertraut zu machen, Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und Umweltreaktionen zu entdecken und die Umwelt zu beeinflussen (Papousek 1989, S. 113). Obwohl beim Verhalten Neugeborener die angeborenen Reflexe dominieren, sind sie keinesfalls ausschließlich "Reflexwesen"; mittels Ultraschallaufnahmen konnten spontane Bewegungen bereits ab der 10. Woche bei Embryonen nachgewiesen werden. Aufwändige Untersuchungen ergaben, dass die sensorischen Systeme zur Registrierung von Reizen bereits bei der Geburt erstaunlich weit entwickelt sind: Neugeborene können hören, sehen und riechen, sie empfinden Schmerzen, Berührungen und Lageveränderungen. Und sie zeigen eindeutige Präferenzen für das menschliche Gesicht und die menschliche Stimme. Schon früh kann ein Kind die Mutter aufgrund ihrer Physiognomie (Carpenter 1974), ihrer Stimme (DeCasper & Fifer 1980) und ihres Geruchs (MacFarlane 1975) erkennen (Papousek 1989, S. 113). Schon bald hat es eine wie auch immer geartete Vorstellung von Selbst und Objekt: Es kann in verschiedenen Sinnesmodalitäten zwischen sich selbst und seiner Umwelt unterscheiden, zwischen Selbstberührung und Berührung von außen, zwischen selbsterzeugten Lauten und Lauten der Umwelt und zwischen Ereignissen, die es selbst verursacht, und die unabhängig von ihm erfolgen (Papousek 1989, S. 113). Im Beitrag wird die körperliche Entwicklung dargelegt und neue Erkenntnisse zur Entwicklung von Wahrnehmungsleistungen und motorischer Fähigkeiten in der frühesten und frühen Kindheit vorgestellt. Dies erscheint angesichts der offensichtlichen und vielfach belegten engen Zusammenhänge zwischen somatischer, sensorischer und motorischer Entwicklung naheliegend. Allerdings sind naturgemäß auch die kognitiven Leistungen - wie alles Verhalten - an die körperlichen Wachstums- und Reifungsvorgängen gebunden, und Wahrnehmung und Motorik sind die Grundlage für die Entwicklung der geistigen Fähigkeiten und des Denkens, insbesondere der Sprache (vgl. Piaget 1969). Den vollständigen Fachbeitrag können Sie hier herunterladen: Autor
Dipl.-Psychologe Dr. Heinz Krombholz | ||
Letzte Änderung: 04.09.2008 10:42:38 |