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![]() Ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) ist eine von einem Kinderarzt geleitete Einrichtung zur ambulanten Untersuchung und Behandlung von Säuglingen, (Klein-) Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsverzögerungen, neurologischen Erkrankungen, Teilleistungsstörungen, psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, Epilepsie, Gewichtsstörungen, Behinderungen, Schlafstörungen usw. In der Regel werden schwerere Störungen als in Frühförderstellen behandelt. Für Diagnose und Therapie steht ein interdisziplinär zusammengesetztes Team aus Kinderärzt/innen, Psycholog/innen, Ergotherapeut/innen, Logopäd/innen, Physiotherapeut/innen, Sozialpädagog/innen, Musiktherapeut/innen u.a. zur Verfügung. Sozialpädiatrische Zentren sind nur auf überregionaler Ebene vorhanden, sodass insbesondere für auf dem Land oder in Kleinstädten wohnende Eltern längere Anfahrtswege entstehen können. Die Anmeldung beim Sozialpädiatrischen Zentrum erfolgt über den behandelnden (Haus-, Kinder-) Arzt. Nach der Anamnese und Untersuchung wird die Diagnose mit den Eltern besprochen und ein Therapievorschlag gemacht. Die Behandlung kann im SPZ oder vor Ort erfolgen (z.B. in einer Frühförderstelle, durch den überweisenden Arzt oder durch niedergelassene Therapeuten). Diagnose und Behandlung sind für die Eltern kostenlos; die Kosten werden von der Krankenversicherung übernommen. Die Adressen der SPZ finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin: www.dgspj.de/spz.php Autor/in
Dr. Martin R. Textor ist wissenschaftlicher Angestellter am: | ||
Letzte Änderung: 25.10.2006 12:55:56 |