ZUM TEXTHauptmenüHauptseiteFamilienhandbuch-Forum Stichwortsuche von A bis ZAktivitäten mit KindernAngebote/Hilfen Behinderung Elternschaft Ernährung Erziehungsbereiche Erziehungsfragen Familie und Beruf Familienbildung Familienforschung Familienpolitik Gesundheit Häufige Probleme Haushalt/Finanzen Jugendforschung Kindertagesbetreuung Kindheitsforschung Kindliche Entwicklung Leistungen für Familien Partnerschaft Rechtsfragen Schule Teil- und Stieffamilien Trennung/Scheidung VerschiedenesImpressumKontakt | ZUM MENÜSexualität und AidsMaximilian Geißler und Andrea Przyklenk Was ist Aids?Aids ist die Abkürzung für Acquired Immune Deficiency Syndrome (auf Deutsch: erworbenes Immundefekt-Syndrom). Dieser Begriff steht für die Schwächung des körpereigenen Immunsystems durch den HI-Virus. HIV bedeutet Humanes Imundefekt-Virus. Er befällt die Zellen, die den Körper des Menschen vor Krankheitserregern schützen sollen, die so genannten T-Helferzellen. Hat der Virus viele T-Helferzellen vernichtet, kann sich der Körper nicht mehr gegen Krankheiten wehren, so dass eine einzelne Krankheit oder – wie es bei Aids der Fall ist – eine Kombination von Krankheiten zum Tode führt.Oft dringt HIV nur in die Zelle ein und schlummert dort. Dann kann es Jahre dauern bis die Krankheit wirklich ausbricht. Es gibt Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, bei denen die Krankheit aber selbst nach zehn Jahren noch nicht ausgebrochen ist. Das Gefährliche dabei: Er kann den Virus trotzdem an andere weiter geben. Ob jemand infiziert ist oder nicht , lässt sich nur durch eine Blutuntersuchung feststellen. Außerdem ist der Virus nicht sofort nach der Ansteckung im Blut nachweisbar, sondern erst nach etwa zwölf Wochen. Kann man Aids heilen?Nein, bisher nicht. Es gibt zwar viele Medikamente in der Erprobung, aber sie sind keineswegs ausgereift und es gibt nur sehr wenige Erkenntnisse darüber, wie der Virus auf eine langfristige Behandlung reagiert. Zwar gibt es immer wieder Berichte in den Medien über ein neues Wundermittel, aber leider dienen diese Schlagzeilen meistens nur den Auflagezahlen der betreffenden Medien.So kann man sich schützenVaginal- und Analverkehr nur mit Kondom. Zum Schutz vor Aids sollte auch beim Oralverkehr ein Kondom benutzt werden, denn die Mundschleimhäute weisen oft kleine Wunden auf oder das Zahlfleisch ist entzündet. Über diese Wunden kann man sich zum Beispiel durch die Aufnahme von Samenflüssigkeit mit Aids infizieren.Drogenabhängige infizieren sich häufig über gemeinsam benutzte Spritzen und Nadeln. Also ist das alles doch ganz einfach. Nein, denn man muss auf die Benutzung eines Kondoms bestehen. Das fällt besonders Jugendlichen nicht so leicht, aber auch ältere Leute, die es besser wissen sollten, sind in dieser Hinsicht oft nachlässig. Machen Sie Ihren Kindern klar, dass es nicht feige ist, auf ein Kondom zu bestehen, sondern richtig und mutig. Man sieht niemand an, ob er HIV-infiziert ist oder nicht. Erklären Sie Ihren Kindern auch, dass die Vermutung, jemand sei anständig oder schon älter oder wirke sehr ehrlich, nicht bedeutet, dass er nicht HIV-infiziert ist. Ihr Kind muss begreifen: „Wenn jemand mit mir ungeschützten Sex haben möchte, dann hat er das auch schon mit anderen getan. Ich muss mich erst recht schützen.“ Tipp:Wenn Sie sich erst einmal selbst schlau machen wollen, wenden Sie sich an die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Tel. 0221-89 20 31. Dort gibt es eine Vielzahl von kostenlosen Broschüren über Sex, Homosexualität, Aids und Safer Sex. Auch Broschüren, die auf Schüler und Jugendliche abgestimmt sind, werden kostenlos angeboten. In einigen Broschüren erhalten Eltern ganz konkrete Tipps, wie sie mit den Fragen Ihrer Kinder umgehen können.Empfehlenswerte Bücher
Maximilian Geißler, Andrea Przyklenk: Ich mach mir nichts aus Mädchen (Ratgeber für Eltern) Nützliche Seiten im Internet
www.befah.de Die Seite des Bundesverbands der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen e.V. Hier findet man Informationen zu allem, was einen bewegt, wenn man zum erstenmal direkt mit Homosexualität konfrontiert wird und die Adressen lokaler Elterngruppen. Autoren
Maximilian Geißler, geboren 1963, ist Buchautor im Nebenberuf und selbst homosexuell. | ||
Letzte Änderung: 15.07.2004 14:11:13 |