ZUM TEXTHauptmenüHauptseiteFamilienhandbuch-Forum Stichwortsuche von A bis ZAktivitäten mit KindernAngebote/Hilfen Behinderung Elternschaft Ernährung Erziehungsbereiche Erziehungsfragen Familie und Beruf Familienbildung Familienforschung Familienpolitik Gesundheit Häufige Probleme Haushalt/Finanzen Jugendforschung Kindertagesbetreuung Kindheitsforschung Kindliche Entwicklung Leistungen für Familien Partnerschaft Rechtsfragen Schule Teil- und Stieffamilien Trennung/Scheidung VerschiedenesImpressumKontakt | ZUM MENÜErste Hilfe bei Verletzungen/ WundversorgungDeutsches Rotes Kreuz Durch äußere Gewalteinwirkung, aber auch die Einwirkung von Hitze, Kälte oder von chemischen Stoffen, auf den Körper wird zunächst die Haut geschädigt. Dann kann das unter der Haut liegende Gewebe mit Muskeln, Sehnen, Nerven und Blutgefäßen verletzt werden, manchmal auch Knochen und Organe. Durch die Verletzung von Nerven entstehen Schmerzen. Sie sind bei großflächigen und tief gehenden Verletzungen stärker als bei kleinen oberflächlichen Verletzungen. Brandwunden sind besonders schmerzhaft. Die Verletzung der Haut ermöglicht Krankheitserregern das Eindringen in den Körper; daher besteht bei Wunden immer Infektionsgefahr. Durch die Verletzung mehr oder weniger großer Blutgefäße entstehen Blutungen mit entsprechendem Blutverlust und der Gefahr des Schocks. Allgemeine GrundsätzeBei der Wundversorgung gelten in der Ersten Hilfe folgende Grundsätze:
WundversorgungJede Wunde soll wegen der zusätzlichen Infektionsgefahr mit keimfreiem (sterilem) Verbandmaterial verbunden werden. Ein sachgerechter Verband besteht aus zwei Teilen:
PflasterwundverbandFür kleinere Verletzungen mit nur geringer Blutung reicht meist ein Pflasterwundverband aus.
Wundauflagen aus MullGroßflächigere Hautverletzungen müssen mit einer keimfreien Wundauflage aus Mull oder einem Verbandtuch bedeckt werden. Solche Wundauflagen sind einzeln keimfrei (steril) verpackt (Kfz-Verbandkasten).Zur Erhaltung der Keimfreiheit fassen Sie die Wundauflagen beim Entnehmen aus der Verpackung nur mit den Fingerspitzen am Rand an und legen Sie die Wundauflage direkt auf die Wunde. Eine zu Boden gefallene Wundauflage dürfen Sie nicht mehr verwenden. Wundauflagen können mit Heftpflasterstreifen, Mullbinden oder Dreiecktüchern auf der Wunde befestigt werden. Streifenverband
Das VerbandpäckchenVerletzungen, die stärker bluten, sollten mit einer dickeren Wundauflage bedeckt werden. So wird die Blutgerinnung gefördert.Beachte: Bei bedrohlichen Blutungen ist ein Druckverband notwendig (siehe unten)! Ideales Verbandmittel dazu sind die Verbandpäckchen (Kfz-Verbandkasten). Sie sind in unterschiedlichen Größen im Handel und beinhalten eine Wundauflage, die bereits auf einer Mullbinde befestigt ist. Dieses erleichtert Ihnen die Handhabung.
Da jede Wunde grundsätzlich infektionsgefährdet ist, darf die Erste Hilfe nicht mit dem Anlegen eines Verbandes enden: Jede Wunde soll von einem Arzt (innerhalb von 6 Stunden) beurteilt und endgültig versorgt werden. Maßnahmen bei bedrohlichen BlutungenBlutungen werden oft überschätzt. Wegen der intensiven Färbung des Blutes wirken Blutungen meist sehr dramatisch, auch wenn sie nicht lebensbedrohlich sind.Ursachen für bedrohliche BlutungenBedrohliche Blutungen entstehen durch Gewalteinwirkungen auf den Körper. Hierdurch werden Gefäße verletzt. Es blutet aus einer sichtbaren Wunde. Allerdings kann eine Blutung auch unsichtbar in die Muskulatur oder den Bauch- oder Brustraum erfolgen.Die Gefahren bedrohlicher BlutungenDie Gefahr besteht darin, dass ab einem durchschnittlichen Blutverlust von ca. 15 - 20% (ca. 1 Liter bei einem Erwachsenen) ein Schock eintritt (Der Betroffene kann verbluten). Bei Kindern und vor allem Kleinkindern besteht diese Gefahr wegen der insgesamt geringeren Blutmenge schon beim Verlust erheblich geringerer Blutmengen.Erkennen bedrohlicher BlutungenEine bedrohliche äußere Blutung ist recht leicht zu erkennen. Sie sehen, dass Blut aus einer offenen Wunde strömt. Je nach Größe und Art des verletzten Blutgefäßes tritt das Blut u.U. pulsierend oder gelegentlich spritzend aus der Wunde aus. Oft hat sich eine Blutlache gebildet, und die Kleidung der Betroffenen weist große Blutflecken auf.Maßnahmen bei bedrohlichen Blutungen am Arm
Maßnahmen bei bedrohlichen Blutungen am Bein
Blutungen an Kopf und RumpfBedrohliche Blutungen an Kopf und Rumpf versorgen Sie zunächst dadurch, dass Sie Tücher direkt auf oder in die Blutungsstelle pressen. Den Druck müssen Sie gegebenenfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes beibehalten. Manchmal besteht auch die Möglichkeit, einen Druckverband anzulegen.Blutungen im Gesicht, in Mund und RachenBei schweren Blutungen im Gesicht, aus dem Mund oder der Nase, aber auch bei Unterkieferbrüchen mit und ohne Blutung, ist die Bauchlage oft lebensrettend.Die Gefahr besteht bei diesen Verletzungen darin, dass das in Mund und Rachenraum fließende Blut gerinnt und der Verletzte daran ersticken kann. Dies ist auch dann möglich, wenn der Verletzte bei vollem Bewusstsein ist. Legen Sie deshalb den Verletzten auf den Bauch. Der Kopf liegt mit der Stirn auf den verschränkten Armen, so dass das Blut abfließen kann. Decken Sie den Verletzten zu und betreuen Sie ihn. Achten Sie darauf, dass die Atemwege frei bleiben. Adresse
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Letzte Änderung: 08.07.2004 15:37:29 |