ZUM TEXTHauptmenüHauptseiteFamilienhandbuch-Forum Stichwortsuche von A bis ZAktivitäten mit KindernAngebote/Hilfen Behinderung Elternschaft Ernährung Erziehungsbereiche Erziehungsfragen Familie und Beruf Familienbildung Familienforschung Familienpolitik Gesundheit Häufige Probleme Haushalt/Finanzen Jugendforschung Kindertagesbetreuung Kindheitsforschung Kindliche Entwicklung Leistungen für Familien Partnerschaft Rechtsfragen Schule Teil- und Stieffamilien Trennung/Scheidung VerschiedenesImpressumKontakt | ZUM MENÜErste Hilfe bei VergiftungenDeutsches Rotes Kreuz Vergiftungsnotfälle sind weitaus häufiger, als allgemein angenommen, und verzeichnen ständig steigende Tendenz. Vor allem Kinder sind häufig Leidtragende von Vergiftungen. In der chemischen und pharmazeutischen Industrie, bei Arzneimitteln, Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, giftigen Pflanzen, Beeren, Pilzen und verdorbenen Lebensmitteln gibt es jeweils mehrere Tausend verschiedene giftige Stoffe. Giftstoffe verursachen im menschlichen Körper oft schwere gesundheitliche Störungen oder gar lebensbedrohliche Zustände. Entscheidend für die Schwere der Schädigung sind Giftart, Giftmenge, die Konzentration und die Einwirkungsdauer der Giftstoffe. Aber auch das Alter, das Körpergewicht und die Widerstandskraft des Betroffenen sind von Bedeutung. Das Gift gelangt überwiegend über den Verdauungsweg in den Körper. Aber auch über die Atemwege und die Haut können bestimmte Giftstoffe aufgenommen werden. Betrachtet man die Ursachen für Vergiftungen etwas genauer - Leichtsinn, Verwechslung aufgrund mangelnder Kennzeichnung, Drogen- und Alkoholmissbrauch, Unwissenheit und Neugier bei Kindern, Selbstmordversuche usw. -, dann wird schnell deutlich, dass Unfälle dieser Art durchaus vermeidbar wären. Das Rote Kreuz rät: Halten Sie Giftstoffe - Chemikalien, Reinigungsmittel, Medikamente, Pflanzenschutzmittel usw. - vor allem in Haushalten mit Kindern immer verschlossen. Füllen Sie keine Giftstoffe in Getränkeflaschen ab! Anzeichen einer VergiftungEntscheidend für jede Hilfeleistung ist, dass erste Anzeichen einer zunächst unklaren Gesundheitsbeeinträchtigung in einen Zusammenhang mit einer möglichen Vergiftung gebracht werden, damit eine weitergehende Diagnose gestellt wird und schließlich die richtige Hilfe erfolgen kann. Oft sind gerade bei einer Vergiftung die Anzeichen nicht eindeutig.Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Atem- und Kreislaufbeschwerden, Schweißausbrüche, Schwindel, Krämpfe, Bewusstseinseintrübung bis hin zu Atem- und Kreislaufstillstand sind nur die wichtigsten Anzeichen. Insbesondere bei Kindern erfordert es oft viel geduldiges Befragen, bis die Ursache für einen unklaren Befund ermittelt ist. Maßnahmen
Wenn Sie nicht sicher sind, ob ein eingenommener Stoff giftig ist oder nicht, können Sie über eine der Giftnotrufzentralen nähere Informationen erhalten. Die Rufnummer erfahren Sie über die Auskunft der Telekom. Vergiftungen durch GaseWerden giftige Gase eingeatmet, können direkt Schädigungen der Lunge eintreten, wie z.B. bei Chlor- und Nitrosegasen. Diese Gase führen, da sie ätzend wirken, zu einer Schädigung der Atemwege und der Lunge. Es entwickelt sich, oft mit zeitlicher Verzögerung, ein Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge).Personen, die solche Gase eingeatmet haben, müssen auch dann zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht werden (Notruf!), wenn noch keine Anzeichen für eine Vergiftung erkennbar sind. Bei Vergiftungserscheinungen mit Atemnot lagern Sie die Betroffenen halbsitzend. KohlenmonoxidDas bei jeder Verbrennung, insbesondere bei unvollständiger Verbrennung unter Sauerstoffmangel, entstehende Kohlenmonoxid-Gas vergiftet den Körper. Es geht eine intensive Verbindung mit den roten Blutkörperchen ein, wodurch der Sauerstofftransport gestört wird. In geschlossenen Räumen kann es zudem explosive Konzentrationen erreichen.Kohlenmonoxid-Vergiftete klagen Kopfschmerzen; es kommt zu Übelkeit und Erbrechen. Sie werden schließlich bewusstlos. Die Gesichtsfarbe ist rosig, obwohl Sauerstoffmangel besteht. Bei hohen Gaskonzentrationen kann der Zustand eines Betroffenen sehr schnell lebensbedrohlich werden.
KohlendioxidEs besonders tückisches Gas ist unter bestimmten Bedingungen das Kohlendioxid. Es entsteht bei Gär- und Zersetzungsprozessen, ist unsichtbar, geruchlos und schwerer als Luft. Es verdrängt in tief liegenden, geschlossenen Räumen (z.B. in Gärkellern, Futtersilos, Gruben) die Luft und damit den Sauerstoff, so dass Personen, die in den "Kohlendioxidsee" geraten, in kürzester Zeit ersticken.
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Deutsches Rotes Kreuz | ||
Letzte Änderung: 08.07.2004 15:39:00 |