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Das Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP)www.familienhandbuch.de

Erste Hilfe bei Verätzungen

Deutsches Rotes Kreuz


Hautverätzungen

Verätzungen der Haut und des Gewebes durch Chemikalien - wie Säuren und Laugen - sind in ihrer schädigenden Wirkung abhängig von der Art der Chemikalie, ihrer Konzentration, der Menge und der Einwirkzeit der Chemikalien. Der Betroffene hat starke Schmerzen.
  • Hilfe bringt die Beseitigung oder zumindest die Verdünnung der Stoffe.
  • Sie müssen zunächst die mit Säure oder Lauge benetzten Kleidungsstücke (ggf. auch Schuhe oder Strümpfe) entfernen. Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht selbst verätzen (z.B. säurefeste Handschuhe tragen).
  • Danach sollten Sie die betroffenen Körperstellen sofort unter fließendem Wasser gründlich spülen. Beachten Sie, dass das Wasser möglichst vom Wundbereich direkt abfließt, so dass nicht gesunde Hautbereiche nachträglich verätzt werden. Wenn kein Wasser vorhanden ist, versuchen Sie, die Stoffe mit Mulltupfern zu entfernen. Dabei wieder den Eigenschutz (Handschuhe) beachten und die Tupfer nur einmal verwenden!
  • Verbinden Sie die Wunden keimfrei und rufen Sie den Rettungsdienst (Notruf).

Augenverätzungen

Augenverätzungen sind sehr schmerzhaft und können zum Erblinden führen. Die Betroffenen werden die Augenlider fest zusammenkneifen, was die Hilfeleistung noch erschwert.
  • Spülen Sie das Auge nachhaltig möglichst mit zwei Helfern. Der Betroffene soll dazu möglichst liegen. Ein Helfer hält das Auge auf, während der zweite Helfer aus einem Gefäß Wasser aus ca. 10 cm Höhe vom inneren Augenwinkel nach außen über das Auge gießt. Das gesunde Auge ist dabei zu schützen.
  • Anschließend bedecken Sie das Auge mit einem keimfreien Verband und sorgen für eine Arztbehandlung (Notruf).

Verätzungen im Magen-Darm-Bereich

Wurde Säure oder Lauge versehentlich getrunken, entstehen starke Schmerzen sowie vermehrter Speichelfluss im Mund- und Rachenraum. Die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum sind weiß oder blutig angeschwollen.
  • Bringen Sie den Betroffenen nicht zum Erbrechen, die Verätzung würde sich sonst wiederholen.
  • Um die verätzten Speisewege zu spülen und die Chemikalien zu verdünnen, geben Sie dem Betroffenen sofort Wasser oder Tee in kleinen Schlucken zu trinken.
  • Rufen Sie den Rettungsdienst, denn es besteht die Gefahr des Magen- oder Darmdurchbruches.

Adresse

Deutsches Rotes Kreuz
Generalsekretariat
Carstennstraße 58
12205 Berlin
Tel.: 030/85404-0
Website: http://www.drk.de


Letzte Änderung: 08.07.2004 15:39:08Zum Seitenanfang