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Das Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP)www.familienhandbuch.de

Inline Skating

TÜV Süddeutschland


Wenn die Beliebtheit von einer der "neuen", als Trendsportarten bekannten Freizeitbeschäftigungen festgestellt wird, befindet sich Inline Skating regelmäßig in der Spitzengruppe. Kein Wunder, denn alle Altersgruppen kommen auf ihre Kosten.

Inline Skating vermittelt
  • Spaß an der Bewegung,
  • Geschwindigkeitserlebnis,
  • das Erproben der eigenen Geschicklichkeit,
  • und ist Ausdruck eines aktiven Lebensstils.
Achten Sie beim Kauf auf ein Prüfzeichen der TÜV Product Service (z.B. GS-Zeichen oder TÜV-Marke).


Die Skates/Schuhe - wichtigster Ausrüstungsgegenstand

Skates/Schuhe sind entscheidend für Sicherheit und Spaß bei der Ausübung dieses faszinierenden Hobbys. Qualität und Passform müssen stimmen.

Bei Kauf und Anprobe zu beachten:
  • bei Kindern: nach "mitwachsenden" Modellen fragen.
  • Innenschuh: gute Polsterung ist wichtig, auf Fußbett achten.
  • Schutz für den Knöchelbereich ist besonders entscheidend.
  • Bei Sprunggelenks-Schädigungen oder für Anfänger sind Schuhe mit hohem Schaft empfehlenswert (Knöchelschutz).
Bedeutung der Rollen: Wie der Autoreifen sind auch die Rollen beim Inline Skater das entscheidende Verbindungselement zur Fahrbahn. Gute Rollen bieten bessere
  • Laufruhe,
  • Beschleunigung,
  • Bodenhaftung in der Kurve,
  • ausreichende Dämpfungseigenschaften und
  • akzeptablen Verschleiß (Shore-Härtegrade zwischen 76A und 84A).
  • Anfänger sollten kleine Rollen (bis ca. 72 mm Durchmesser) verwenden und auf rundes Profil achten.
Qualitätsmerkmale der Rollenlager:
  • wartungsarm,
  • gehärtet,
  • doppelt abgedichtet,
  • kein Rattern beim Drehen und
  • Vermeidung von seitlichem Spiel.
  • Markenlager der Toleranz ABEC-1 sind empfehlenswert.
Bei Skates für den Normalgebrauch sind Bremsen (Stopper) eine wichtige Sicherheitsausrüstung. Sie dürfen nicht abmontiert werden. Die Bremstechnik mit Hilfe des Stoppers ist für Anfänger am effektivsten.

Der verantwortungsvolle Skater sollte das Bremsen unter fachkundiger Aufsicht erlernen. Die Technik muss hierbei umso mehr ausgefeilt sein, je höher die erreichten Geschwindigkeiten sind.


Aggressive-Skates - Anforderungen an den Schuh

Erhöhte Anforderungen beim Gebrauch müssen durch entsprechende Produkteigenschaften abgesichert sein:
  • optimale Anpassung an den Fuß durch Schnürung,
  • harte Rollen mit kleinem Durchmesser, Flachprofil.
Aggressive-Skates sind für "Normal-Skater" nicht empfehlenswert, denn sie haben nur
  • geringe Dämpfungseigenschaften,
  • keinen Stopper (Bremse)
  • schlechtes Kurvenverhalten,
  • kaum Fahrkomfort.

Wartung und Pflege

Einige Maßnahmen helfen, den technischen Standard der Skates und deren Gebrauchssicherheit zu erhalten:
  • Sitz der Rollen auf Festigkeit prüfen.
  • Rollen regelmäßig vertauschen (dadurch gleichmäßige Abnutzung).
  • Werkzeug und Hilfsmittel mitführen: Skate-Schlüssel, Ersatz-Stopper, Achsschraube/Lager, Verbandsmaterial.
  • Stopper/Rollen je nach Abnutzungsgrad erneuern.

Die Schutzausrüstung

Für einen verantwortungsbewussten Auftritt als Skater sind notwendig:
  • Helm,
  • Ellbogenschützer,
  • Handgelenkschützer und
  • Knieschützer.
Wer sich noch professioneller bewegen will, erhält zusätzlichen Schutz durch
  • Schienbeinschützer und
  • Skaterhosen mit integrierten Hüftpolstern.
Die Protektoren und der Helm (hier sind auch Fahrradhelme verwendbar) sollten mit dem GS- oder CE-Zeichen des TÜV versehen sein. Die entsprechende Prüfung definiert Eigenschaften wie
  • Abriebfestigkeit,
  • Stoßdämpfung,
  • sichere Befestigung und
  • volle Bedeckung der zu schützenden Körperstellen.
Eine Profi-Variante des Inline Skating ist das Aggressive Skating. In der Halfpipe oder bei Stunts wird eine außerordentlich gute Körperbeherrschung verlangt. Es wird vorwiegend von Kindern und Jugendlichen praktiziert, u.a. in Skateparks.

Die Ausrüstungsgegenstände sind dem erhöhten Gefahrenpotential angepasst (z. B. häufigere Stürze):
  • Für den Kopfschutz dient ein Spezialhelm.
  • "Aggressive Protektoren" sorgen für verbesserten Schutz von Armen und Knien.
Achten Sie beim Kauf auf ein Prüfzeichen der TÜV Product Service (z.B. GS-Zeichen oder TÜV-Mark).


Warm up-Phase - richtiges Aufwärmen

Aufwärmen vor dem Skaten ist keine Marotte geltungssüchtiger Perfektionisten, sondern macht sich in verschiedensten Bereichen positiv bemerkbar. Es profitieren
  • Muskulatur,
  • Herz-Kreislauf-System und
  • Beweglichkeit.
Die Verletzungsgefahr ist generell geringer.


Gefahren vermeiden helfen

Inline Skaten kann wegen der erreichbaren Geschwindigkeiten allerdings zu ernsthaften Verletzungen führen. Rund 10 Prozent der Blessuren müssen vom Arzt behandelt werden.

Die am meisten gefährdeten Körperregionen sind:
  • Hand, Unterarm, Ellenbogen: 32 Prozent
  • Knie, Fuß, Unterschenkel: 26 Prozent
  • Kopf und Hals: 16 Prozent
  • Rumpf, Becken: 11 Prozent

Weitere Informationen

TÜV Süddeutschland Holding AG
Unternehmenskommunikation
Westendstraße 199
D-80686 München
Tel.: 089/5791 1612
Fax: 089/5791 2224
Email: presse@tuev-sued.de
Website: http://www.tuev-sued.de/freizeit/skating


Letzte Änderung: 04.09.2009 16:42:39Zum Seitenanfang