ZUM TEXTHauptmenüHauptseiteFamilienhandbuch-Forum Stichwortsuche von A bis ZAktivitäten mit KindernAngebote/Hilfen Behinderung Elternschaft Ernährung Erziehungsbereiche Erziehungsfragen Familie und Beruf Familienbildung Familienforschung Familienpolitik Gesundheit Häufige Probleme Haushalt/Finanzen Jugendforschung Kindertagesbetreuung Kindheitsforschung Kindliche Entwicklung Leistungen für Familien Partnerschaft Rechtsfragen Schule Teil- und Stieffamilien Trennung/Scheidung VerschiedenesImpressumKontakt | ZUM MENÜSo leben MännerFamilienplanung im Lebenslauf von Männern in Ost- und West-DeutschlandWelche Gedanken machen sich Männer heute über eine Familiengründung? Die wenigsten wollen kinderlos bleiben, der Zeitpunkt für die Umsetzung des Kinderwunsches wird aber oft nach hinten verschoben. Voraussetzungen für diesen Schritt sind eine feste Partnerschaft und die berufliche Etablierung nach oft langer (Aus-)Bildungsdauer, zeigt eine deutsche Studie über die männliche Sicht zu Lebensläufen und Familienplanung. Diese wurde unter der Leitung der Soziologin Cornelia Helfferich von der Universität Freiburg im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) durchgeführt. Dazu wurden 1.503 Männer im Alter von 25 bis 54 Jahren in vier unterschiedlichen Regionen Deutschlands (Freiburg: Stadt/Umland, Gelsenkirchen, Leipzig) befragt. Die Erhebung ist eine Ergänzung zur Studie “frauen leben. Lebensläufe und Familienplanung” (1997-1999).Den befragten Männern ist trotz wesentlicher Unterschiede bei Lebensläufen und Familienplanung gemeinsam, dass Partnerschaft, Ehe und Kinder einen hohen Stellenwert in ihrem Leben einnehmen. 85 % der befragten 25- bis 54-jährigen Männer leben in einer festen Partnerschaft, 15 % sind Singles. Die Ehe ist mit 62 % die häufigste Form des Zusammenlebens, 14 % leben in einer festen Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft und 9 % in einer Beziehung ohne gemeinsamen Haushalt. Zwei Drittel der Befragten haben eigene Kinder. Die Partnerschaften junger Männer sind häufig (noch) unverbindlich und werden mit dem Alter verbindlicher. Länger ledig und kinderlos bleiben Männer mit einer hohen beruflichen Qualifikation bzw. einer langen (Aus-)Bildungsdauer. Dafür haben sie ab einem Alter von 35 Jahren noch gute Chancen auf eine Familiengründung - im Gegensatz zu niedrig Qualifizierten und zu Frauen mit hoher Bildung. Im Westen zeigt sich nämlich, dass sich eine hohe Bildung bei Frauen im Alter von 35 bis 44 Jahren hemmend auf eine Familiengründung auswirkt. Niedrig qualifizierte Frauen haben anders als Männer häufiger Kinder als hoch qualifizierte. Mit der Höhe des Einkommens steigt die Wahrscheinlichkeit, in einer festen Partnerschaft zu leben und Kinder zu haben. Männer mit einem niedrigen Einkommen sind häufiger Singles und kinderlos als gut verdienende Männer. Auch die Familiengröße hängt vom Einkommen ab. Bei den über 39-jährigen Männern überwiegen sowohl die Vorstellung als auch die Realisierung von zwei Kindern. Der Wunsch nach zwei oder drei Kindern ist bei Männern mit der höchsten sowie der niedrigsten Bildung am häufigsten. In der höchsten Einkommensgruppe (2.500 Euro und mehr) gibt es nur einen kleinen Anteil an Männern ohne Kinder. Dagegen leben fast 40 % der Befragten, die unter 1.000 Euro verdienen, ohne feste Partnerschaft und Kinder. Familienväter sind beruflich sehr engagiert. 88 % arbeiten Vollzeit, ein Drittel der Väter mehr als 45 Stunden in der Woche. Im Westen Deutschlands geben 44 % der Väter an, dass sich ihr Engagement in den drei Jahren nach der Geburt des ersten Kindes erhöht und damit ihre berufliche Situation verbessert hat. 7 % der Befragten sind soziale Väter, die mit den "mitgebrachten" Kindern ihrer Partnerin zusammen leben. Im Gegensatz zu Trennungsvätern scheinen sie mit ihrer partnerschaftlichen und familiären Situation zufrieden zu sein. Auch wünschen sich 39 % von jenen, die kein eigenes Kind mit ihrer Partnerin haben, für die Zukunft ein gemeinsames Kind. Literatur
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hg.): männer leben. Eine Studie zu Lebensläufen und Familienplanung. Köln 2004 Quelle
beziehungsweise Ausgabe 21/2005 | ||
Letzte Änderung: 18.01.2006 16:26:19 |