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Kinder und Teenager wachsen heute wie selbstverständlich mit dem Internet auf. Das World Wide Web ist alltäglich und vor allem überall. Laptops, Smartphones und Netbooks machen es möglich, dass man immer und überall online ist. Das hat zur Folge, dass die Grenzen zwischen offline und online Welt zunehmend verwischen. Chatfreunde sind immer da, Online-Profile jederzeit abrufbar. Egal wann, egal wo, egal von wem. Und genau hier liegt das große Problem: Das Netz scheint auf der einen Seite grenzenlos; es verrät dabei jedoch individuelle Vorlieben und Interessen an Dritte. Soziale Netzwerke wie Facebook, SchuelerVZ oder Twitter sind so beliebt wie nie. Große Online-Netzwerke haben heute viele Millionen Mitglieder (Facebook mehr als 400 Mio., StudiVZ über 15 Mio.). Fast jeder 10-17 jährige nutzt diese sozialen Netzwerke, die Hälfte ist mit einem Online-Profil vertreten und hat im Durchschnitt 100 Freunde – pro Netzwerk! Dem gegenüber steht eine andere, erschreckend hohe Zahl: Knapp jeder fünfte Teenager hat bereits unangenehme Emails mit allgemeiner Anmache, Kauf- oder Sexangeboten erhalten. So spannend und spaßig diese Netzwerke erscheinen mögen, so häufig tummeln sich dort auch Kriminelle, Pädophile und Abzocker – meist mit Hilfe von gefälschten oder geklauten Profilen. Die wenigsten Kinder kennen die umfangreichen Sicherheitseinstellungen der von ihnen genutzten Netzwerke wirklich. Diese sind oft kompliziert und umfangreich und müssen zudem regelmäßig angepasst werden. Wer dies nicht tut, veröffentlicht sein Profil für Fremde und Kriminelle. Die Fotos der letzten Party, der Tweet (= Twitter-Beitrag) über den doofen Lehrer oder sogar Wohnort und Telefonnummer sind so schnell für Lehrer, Eltern aber auch Fremde und Kriminelle sichtbar. Das umfangreiche Wissen der Kinder um die Funktionalitäten von Chatrooms, Messenger oder Suchmaschinen reichen zum Schutz der Privatsphäre nicht mehr aus. Online-Risiken können aus Mangel an Erfahrung meist schwer abschätzen. Laut der aktuellen Norton Studie gaben 41% der befragten Kinder und Jugendlichen an, dass eine fremde Person versucht hat, sie als Freund in einem sozialen Netzwerk hinzuzufügen und immerhin noch 10% gaben an, dass eine fremde Person online versucht hat, ein reales Treffen zu arrangieren. Kinder und Jugendliche gehen sehr freizügig mit ihren Daten und Informationen im Web 2.0 um und werden so schnell ansprechbar und Opfer von Kriminellen. Abschließend kann man sagen, dass soziale Netzwerke durchaus ihre Berechtigung haben und Spaß und Freude vermitteln sollen und können. Allerdings sollte man stets aufpassen, was man im Web verbreitet und wen man als Online-Freund hinzufügt. Denn einmal im World Wide Web veröffentlicht und verbreitet, lassen sich Fotos und Posts nicht mehr so schnell entfernen. Verfasst mit freundlicher Unterstützung von Dolphin Secure | ||
Letzte Änderung: 25.08.2010 09:24:54 |