Persönlichkeitsentwicklung in der Pubertät

Roswitha Spallek
 

Die Persönlichkeit des Menschen

Die Persönlichkeit eines Menschen umfasst die Gesamtheit seines Wesens, seine Würde und die Mannigfaltigkeit aller Eigenschaften, die seine Einmaligkeit ausmachen; dazu gehören auch seine Gefühle, seine Gedanken, sein Wille, seine Moral, seine Intelligenz und seine Handlungen. Die Persönlichkeit umfasst alle Begabungen und Fähigkeiten sowie die moralische Kraft des Menschen. Bereits ein Säugling besitzt eine Persönlichkeit, die durch ganz bestimmte Fähigkeiten und Charaktereigenschaften definiert werden kann. Im Laufe der Jahre lernt das Kind unendlich viele Dinge dazu, die seine Persönlichkeit weiter prägen.

Die prägenden ersten Jahre

Nach Erikson ist die Persönlichkeitsentwicklung des Jugendlichen entscheidend von der seelischen Entwicklung in der Kindheit abhängig. Die beste Voraussetzung, eine ungestörte Persönlichkeitsentwicklung zu durchlaufen, hat ein Mensch, wenn er:

  • im ersten Lebensjahr ein Urvertrauen aufbauen kann, das heißt das Gefühl hat, sich auf seine Bezugspersonen verlassen zu können,
  • im zweiten bis vierten Lebensjahr eine beginnende Autonomie verwirklichen darf, das heißt selbst Entscheidungen treffen darf,
  • im fünften Lebensjahr ein nicht zu sensibles Gewissen entwickelt und schließlich
  • vom sechsten bis zum zwölften Lebensjahr die Möglichkeit hat, sich konstruktiv mit Aufgaben auseinanderzusetzen und dabei Leistungen zu vollbringen, die von seinen Mitmenschen akzeptiert werden.

Doch jedes Kind entwickelt, auch bei guten Voraussetzungen, nicht nur Vertrauen, sondern auch Misstrauen, sowohl Selbstwertgefühl als auch Scham, Zweifel und Schuldgefühle und zeigt Leistungsfähigkeit wie Minderwertigkeitsgefühle. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist, welche Erfahrungen überwiegen. Aber auch wenn bei einem Kind die schlechten Erfahrungen im Vordergrund stehen, können sich Gefühle von Vertrauen, Autonomie, Initiative oder Leistungsfähigkeit durch günstige soziale Verhältnisse auch noch später entwickeln oder auch positive Züge durch ungünstige Umstände zerstört werden.

Die Rolle von Erziehung und Umwelt

Für Eltern ist es wichtig zu wissen, welchen Einfluss die Erziehung auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes hat, und welche erzieherischen Maßnahmen zu einer positiven Wesensbildung beitragen. Denn der Erziehungsstil und das Verhalten der Eltern beeinflussen entscheidend die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Im Folgenden sind die einzelnen Erziehungsstile dargestellt, die zu unterschiedlichem Verhalten und zu einer unterschiedlichen Persönlichkeitsentwicklung führen:

  • Eltern mit einem autoritativen Erziehungsstil kommen ihrem Kind entgegen und sind seinen Bedürfnissen gegenüber aufgeschlossen. Sie erwarten ein reifes und verantwortungsvolles Verhalten und sind in ihren Anforderungen an das Kind konsequent bei emotional warmer Familienatmosphäre. Sie erwarten Verhaltensweisen, die der Entwicklung des Kindes angemessen sind und legen Wert auf die Entwicklung von Unabhängigkeit und Selbstsicherheit. Jugendliche, die so erzogen wurden, sind selbstsicher, verantwortungsbewusst, anpassungsfähig, kreativ, neugierig und sozial integriert.
  • Eltern mit einem autoritären Erziehungsstil stellen hohe Ansprüche an ihr Kind, ohne auf seine Bedürfnisse einzugehen. Sie legen großen Wert auf Anpassung und Gehorsam und schrecken vor Strafen nicht zurück. Sie legen keinen Wert auf Diskussionen. Kinder autoritärer Eltern sind eher passiv, unterwürfig, wenig selbstsicher, wenig neugierig und haben Probleme im Kontakt mit anderen Menschen.
  • Antiautoritäre Eltern sind ihrem Kind gegenüber tolerant und akzeptieren alles. Sie unterstützen ihr Kind, wo immer sie können, setzen keine Grenzen, stellen an das Kind keine hohen Anforderungen. Sie bestrafen nicht. Die so erzogenen Kinder neigen ebenso zu Passivität wie die Eltern; sie bleiben in ihrer Entwicklung eher kindlich, haben kein stabiles Selbstwertgefühl, können sich im Leben nur schlecht durchsetzen und sind weniger verantwortungsbewusst. Sie grenzen sich gegen Gleichaltrige weniger ab und sind weniger in der Lage, die Führung einer Gruppe zu übernehmen.

Die Rolle der Umwelt

Aber nicht nur der Erziehungsstil der Eltern und ihre Einstellung zum Kind sind ausschlaggebend für die Persönlichkeitsentwicklung. Es sind auch die Erfahrungen, die das Kind mit seiner Umwelt macht, die es prägen. Das Kind muss sich nicht nur damit auseinandersetzen, welche Ansichten und Meinungen in der Familie, sondern auch im weiteren sozialen Umfeld herrschen, zum Beispiel in der Schule und in Freundschaften.. Die daraus resultierende Meinungsbildung ist ein Bestandteil der moralischen Entwicklung des Kindes, welche wieder ein wichtiger Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung darstellt.

Die Entwicklung der Moral

Die moralische Entwicklung wird vor allem durch das soziale Umfeld wie Familie, Kirche, Gemeinde, Gruppe der Gleichaltrigen oder Vereine geprägt. Diese Gruppen leiten ihre moralischen und ethischen Haltungen aus kulturellen und religiösen Traditionen her sowie aus den Normen und Regeln der staatlichen Institutionen.

Dabei übernimmt das Kind unbewusst die Normen des Umfeldes, in dem es lebt. Die Verinnerlichung der jeweilig gültigen Normen und Regeln führt dazu, dass der Mensch diese Gesetze und Normen als Teil der eigenen Persönlichkeit empfindet und sich ihnen unterwirft, auch dann, wenn niemand die Einhaltung der Gesetze überwacht.

Diese Verinnerlichung der Regeln und Normen der Gesellschaft führt zur Bildung des Gewissens, das mit etwa fünf bis sechs Jahren entsteht und sozusagen die verinnerlichte Polizei darstellt, die dafür sorgt, dass die von den Eltern und der Gesellschaft aufgestellten Regeln auch ohne deren Anwesenheit eingehalten werden.

Im Verlaufe der Entwicklung werden immer mehr Regeln und Gesetze, zuletzt die Gesetze der Moral und Ethik, verinnerlicht. Unser Gewissen sorgt dafür, dass es bei uns zu Schuld- und Schamgefühlen sowie Selbstvorwürfen kommt, wenn wir uns nicht an die Regeln halten.

Diese Verinnerlichung der Regeln stellt die erste Phase der Entwicklung der Moral dar, die sich nach Kohlberg (1972) in drei Stufen vollzieht:

  • In der ersten Stufe bis zur Präpubertät richtet das Kind sein moralisches Urteil nach den allgemein gültigen Regeln.
  • In der zweiten Stufe, die in der Präpubertät beginnt, wird das moralische Urteil von den Erwartungen und Grundsätzen bestimmt, die in der Familie, in der Altersgruppe oder in der Kultur gültig sind.
  • In der dritten Stufe, die im Jugendalter eintritt, beginnt der Jugendliche ethische Prinzipien zu entwickeln, deren Wert und Geltung unabhängig davon sind, ob sie von einer Autorität vertreten werden. Diese Entwicklung beginnt damit, dass der Jugendliche auch andere Meinungen zu akzeptieren beginnt und begreift, dass die Ansichten der Familie nur ein Teil der Wahrheit sind. Die Meinung der Freunde und der Clique wird sehr viel wichtiger als die der Eltern und Lehrer, und er erfährt in zunehmendem Maße, dass diese nicht immer, ja sogar recht selten, mit denen der Familie übereinstimmen. Der Jugendliche beginnt die Regeln und Normen, die in der Familie gelten, kritisch zu prüfen und sie mit seinen eigenen Erfahrungen zu vergleichen. Schließlich bildet er seine eigene Meinung, die ihm auch zeigt, dass die Ansichten und Meinungen seiner Familie nicht unfehlbar sind. Daher wendet er sich mehr oder weniger enttäuscht von den Ansichten der Eltern ab. Da der Jugendliche der Überzeugung ist, dass er Recht hat, die Eltern seine Meinung jedoch ablehnen, kommt es sehr häufig zum Streit.

Die Entwicklung der Intelligenz und des abstrakten Denkens

Die Intelligenz ist ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeit des Menschen. Sie bezeichnet die Fähigkeit, Kenntnisse zu erwerben und sie so anzuwenden, dass daraus vernünftiges Handeln entsteht. Es handelt sich darum, Tatsachen, Erfahrungen und Wahrnehmungen aus der realen Umwelt so zu kombinieren, dass Probleme aufgrund neuer Erkenntnisse und Verhaltensweisen vernünftig gelöst werden können.

Mit zunehmendem Alter entwickeln sich neue Intelligenzstrukturen, dank derer sich der Mensch neuen Anforderungen anpassen kann. Erwirbt man neues Wissen, so wird dieses in den bereits vorhandenen Kenntnisstand eingebaut. Es entstehen neue Sichtweisen und ein besseres Verständnis für die verschiedensten Zusammenhänge.

Ab dem zwölften Lebensjahr ist der Jugendliche in der Lage, Denkoperationen durchzuführen, die sich auf Dinge und Vorgänge beziehen, die nicht wahrnehmbar, erfahrbar, vorstellbar und greifbar sind. Jugendliche beginnen sich mit Problemen der Gesellschaft auseinanderzusetzen, z. B. mit Krieg, Hunger, Umweltverschmutzung, Rassenproblemen, Menschenwürde, Menschenverachtung, Liebe, Hass, Freiheit und Unterdrückung. Ein politisches Denken entsteht. Und sie versuchen, Lösungsmöglichkeiten zu finden. Da der Jugendliche sich selbst zum Gegenstand seiner Gedanken machen kann, beginnt jetzt auch die Zeit der Selbstbeurteilung und der Selbstkritik. Bei Problemen kann der Jugendliche durch die Vorstellung einer Situation auch die Lösung des entsprechenden Problems realisieren. Er entwickelt schließlich die Fähigkeit, Situationen und Eigenschaften im richtigen Zusammenhang folgerichtig zu erkennen, zu würdigen und daraus Schlüsse für sein Handeln abzuleiten.

Diese Entwicklung ist aber abhängig von der Intelligenz des Einzelnen. Kinder mit einem niederen IQ erreichen die Stufe des abstrakten Denkens nie. Mit zunehmender Reflexionsfähigkeit beginnt der Jugendliche, sich selbst als intelligentes Wesen mit einer eigenen Persönlichkeit, einer eigenen Urteilskraft, eigenen Moralvorstellungen und einer eigenen Identität zu begreifen und erfährt, dass auch andere ihn so sehen und respektieren. Dies gibt ihm Kraft und Mut, sich zu seinen Ansichten, seinen Meinungen und seinem Handeln verantwortungsbewusst zu bekennen, auch wenn das Ergebnis mancher seiner Handlungen wenig Begeisterung in seiner Familie hervorruft.

Die emotionale Intelligenz

Auch die emotionale Intelligenz gehört zur Persönlichkeit. In Anlehnung an den Intelligenz-Quotienten = IQ wird die emotionale Intelligenz mit EQ abgekürzt.

Unter emotionaler Intelligenz versteht man jene Eigenschaften eines Menschen, die wir früher als Charakter bezeichnet haben.

Untersuchungen zeigen, dass diese Fähigkeiten den Erfolg im Leben und die künftige Lebensqualität eines Menschen stärker bestimmen als die intellektuellen Eigenschaften, und dass sie vor allem erlernbar sind.

Zur emotionalen Intelligenz gehören nach Shapiro (1998) folgende Eigenschaften: Gefühle verstehen und selbst ausdrücken können, Lernen mit Schwierigkeiten und Stress umzugehen, Anstrengungsbereitschaft, Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Fleiß, Ehrgeiz, moralische Fähigkeiten, wie Hilfsbereitschaft, Toleranz, Achtung, Ehrlichkeit, Versprechen halten, Freundlichkeit, das Achten der Intimsphäre anderer Menschen, Disziplin, realistisches Denken, optimistische Lebenseinstellung, Problemlösungsstrategieen, Fähigkeit, mit anderen auszukommen, Humor, Höflichkeit, Selbständigkeit und Eigeninitiative, Fähigkeit, Freunde zu gewinnen, Kooperationsfähigkeit, effektives Zeitmanagement.

Der EQ, der im Gegensatz zum IQ weniger stark erblich festgelegt ist, kann durch Eltern und Erzieher gezielt gefördert werden: Eine liebevolle, offene, bejahende Zuwendung der Eltern zu ihrem Kind, bei gleichzeitiger Erziehung zur Verantwortlichkeit, ist die beste Voraussetzung für ein gutes Selbstwertgefühl, die Fähigkeit, Probleme jeder Art zu lösen, einer guten Lebensbewältigung und eines hohen EQ.

Die Entwicklung der Identität

Die Ich-Identität stellt den Kern der Persönlichkeit dar. Sie beinhaltet das Empfinden, auch in verschiedenen Situationen immer derselbe zu sein und zu bleiben. Die Ich-Identität bezeichnet das Bewusstsein, dass das Ich die Gegensätze innerhalb der Persönlichkeit zu einer Einheit zusammenfügt. Sie vermittelt das Gefühl, frei zu sein, sich in seinem Körper wohl zu fühlen, Bedeutung zu haben und von anderen als eigenständige Person anerkannt zu werden.

Wie sich die Ich-Identität bildet

Die Ich-Identität bildet sich in der Auseinandersetzung mit den Normen und Werten, die in der Umgebung gelten, heraus. Wenn das soziale Umfeld dabei die Bestrebungen des Jugendlichen nach eigenen Auffassungen und Einstellungen unterstützt, kommt es zu einer stabilen Identität. Unterstützt die Umwelt die Bestrebungen nicht oder boykottiert diese sogar, entstehen Störungen in der Identitätsentwicklung, da der Jugendliche seine eigenen Vorstellungen nicht leben kann. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der Jugendliche keine eigenen Verhaltensweisen entwickelt, sondern Verhaltensweisen, Normen, Auffassungen, Interessen anderer Personen übernimmt und sich zu Eigen macht. Solche Vorbilder können die Eltern, Freunde, Altersgenossen oder Erwachsene sein. Sind diese Vorbilder Menschen, die dem Jugendlichen gute Eigenschaften vorleben, so ist die Identifizierung positiv, sind es jedoch Menschen mit schlechten Eigenschaften, mit Suchtproblemen, Aggressivität, Kriminalität, so wird sich der Jugendliche mit diesen Eigenschaften mehr oder weniger identifizieren und in seiner persönlichen Entwicklung Schaden nehmen. Gelingt die Identitätsfindung nicht oder nur mangelhaft, führt dies zu einer Fülle von Problemen. Solche Jugendliche ruhen nicht in sich, sondern sind abhängig von den Meinungen anderer und damit leicht manipulier- und verführbar.

Die Geschlechtsidentität

Unter Geschlechtsidentität versteht man das Bewusstsein um die eigene Geschlechtszugehörigkeit. Ein Kind begreift ungefähr um das sechste bis achte Lebensjahr, dass sein Geschlecht festgelegt ist und nicht verändert werden kann. Damit verbunden ist auch die Übernahme der wesentlichen Elemente der von der Gesellschaft festgelegten sozialen Unterschiede, die mit dem jeweiligen Geschlecht gekoppelt sind, den Geschlechtsrollen. So beschreiben sich Mädchen und Frauen beinahe immer in der Beziehung zu anderen, entweder als Freundin, Geliebte, künftige Mutter oder Ehefrau. Im Mittelpunkt des Erlebens der Frau steht auch heute noch die Verbundenheit: Pflege, Fürsorge, Zuwendung. In ihrem Denken ist sie gefühlsbetont. Im Gegensatz dazu beschreiben Männer ihre Selbstverwirklichung nicht durch den Kontakt mit anderen, den sie eher als Einschränkung erleben. Sie wollen ihre eigenen Ziele verwirklichen: Persönliche Leistung, Erfolg, große Ideen und Nichtbindung sind Maßstäbe der Selbsteinschätzung von Männern. Ihr Denken ist nicht gefühlsbetont, sondern formal und abstrakt.

Wie Eltern die Persönlichkeits-, Intelligenz- und Identitätsentwicklung ihres Kindes fördern können

Eltern sind Vorbilder

Die Persönlichkeitsentwicklung ist ganz wesentlich von der familiären Struktur und dem Vorbildverhalten der Eltern abhängig. Ist die Beziehung gekennzeichnet von Vertrauen, fördern die Eltern die Leistungsfähigkeit des Jugendlichen durch wohlwollendes Unterstützen und gestehen sie ihm Autonomie und Initiative zu, kann er eine starke Persönlichkeit mit einer stabilen Identität entwickeln. Auch die Entwicklung der Geschlechtsidentität ist ganz wesentlich davon abhängig, wie das Kind und der Jugendliche seine Eltern erlebt, ob er sich mit ihnen identifizieren kann oder nicht.

Eltern vermitteln Werte

Die Eltern spielen natürlich auch bei der moralischen Entwicklung ihrer Kinder eine große Rolle, da der Jugendliche im Verlaufe seiner Entwicklung die jeweils gültigen Normen seiner Bezugspersonen verinnerlicht. Sie vermitteln ihren Kindern, was Gut und Böse ist.

Eltern fördern ihr Kind

Auf die Intelligenzentwicklung ihres Kinder haben Eltern nicht nur durch ihre Gene, deren Struktur sie naturgemäß nicht beeinflussen können, sondern vor allem durch die optimale Förderung ihres Kindes in seiner intellektuellen und schulischen Entwicklung Einfluss. Sie sollten dafür sorgen, dass ihre Kinder möglichst viele Kenntnisse und Einsichten erwerben und ihnen vermitteln, wie sie damit umgehen können, damit daraus vernünftiges Handeln wird. In einer vertrauensvollen, förderlichen Umgebung entwickeln sich selbstbewusste und sozial offene, skeptische, informierte, an den Mitmenschen interessierte junge Persönlichkeiten, die zu ihren Eltern ein offenes, jedoch kritisches Verhältnis haben. Da vor allem in den sozialen Beziehungen Werte und Normen vermittelt werden, ist die moralische Urteilsfähigkeit und das Gewissen der Jugendlichen besonders ausgeprägt, die vielfältige soziale Erfahrungen machen können, in Familie, Peergruppe, Schule, Arbeitsstelle und in diesen Institutionen auch an Entscheidungsprozessen mitwirken können.
 

Quelle

Roswitha Spallek, Pubertät -Konflikte verstehen, Lösungen finden, Chancen erkennen, Kreuz-Verlag, Stuttgart, 2001
 

Literatur

  • Kohlberg, L.; Turiel, E.(eds): Recent research in moral development. Holt, Rinehart and Winston, New York 1972
  • Shapiro, L.E.: EQ für Kinder. Wie Eltern die Emotionale Intelligenz ihrer Kinder fördern können. Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 1999

 

Autorin

Dr. med. Roswitha Spallek

Mutter von drei erwachsenen Kindern, wohnt in Bad Wurzach im Allgäu. Nach dem Studium der Medizin, Psychologie und einer pädiatrischen Ausbildung ließ sie sich als Kinderärztin in Bad Wurzach nieder. Berufsbegleitend absovierte sie eine Ausbildung zur Psychotherapeutin. Neben ihrer Praxistätigkeit hält Dr. R. Spallek Vorträge zu Kinder- und Jugendthemen, vor allem über Erziehungsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten und insbesondere über ADS. Sie hat mehrere erfolgreiche Elternratgeber veröffentlicht.

Erstellt am 30. April 2002, zuletzt geändert am 19. März 2010