Legasthenie – was ist das eigentlich?

Detlef Träbert
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Der Artikel beschreibt Legasthenie (Lese-Rechtschreib-Schwäche, auch "Dyslexie" genannt) als Beeinträchtigung der Fähigkeit zum normgerechten Lesen und/oder Rechtschreiben. Die Schwäche kann ererbt werden oder sich durch gesundheitliche Beeinträchtigungen entwickeln. Es werden Hilfsmöglichkeiten von den Lehrkräften bis zu medizinischen Einrichtungen beschrieben. Darüber hinaus diskutiert der Beitrag die Frage, ob Legasthenie bei aller Schwäche auch eine besondere Begabung ist.


  • Hanna (4. Schuljahr) konnte die geübten Diktate der ersten Schuljahre stets erfolgreich schreiben, doch die jetzt üblichen ungeübten Texte bringen Ihr regelmäßig sehr viel rote Tinte ins Heft.
  • Finn liest auch im 3. Schuljahr noch nicht einmal Comics, kann aber durchschnitllich rechtschreiben.
  • Amielie verwechselt noch im 2. Schuljahr "d" und "b".
  • Wenn David (4. Kl.) vorlesen soll, stöhnen alle auf, denn er braucht "ewig", bis er mal einen Satz "erstottert" hat.

Sind diese Kinder mit ihrem so unterschiedlichen Schwierigkeiten im Lesen und/oder Rechtschreiben alle "Legastheniker"? Wie weit ist die Lese-Rechtschreib-Schwäche überhaupt verbreitet? Ist sie vielleicht gar erblich? Und wer kann Hilfe dazu anbieten?

Was ist “Legasthenie”?

Schon vor mehr als 100 Jahren beobachtete man, dass es Kinder gab, die das Lesen und Rechtschreiben nicht lernten; damals sprach man von “Wortblindheit” . 1916 prägte der Psychologe Paul Ranschburg den Begriff “Legasthenie” und führte ihn auf “eine nachhaltige Rückständigkeit höheren Grades in der geistigen Entwicklung des Kindes” zurück.  Doch in den 50er Jahren konnte nachgewiesen werden, dass Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten nichts mit Intelligenzmangel zu tun haben, denn Tests hatten gezeigt, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler in der Regel durchschnittliche bis überdurchschnittliche IQ-Werte aufwiesen. So ist es nicht verwunderlich, dass eine ganze Reihe berühmter und erfolgreicher Persönlichkeiten als Legastheniker bekannt sind: Winston Churchill, Albert Einstein, Thomas A. Edison, Hans Christian Andersen, Harry Belafonte, Henry Ford, Cher, Jürgen Fliege u. v. m.

Legasthenie bezeichnet also unabhängig von der Intelligenz eine Beeinträchtigung der Fähigkeit zum normgerechten Lesen und/oder Rechtschreiben. Der Begriff ist aus dem Griechischen abgeleitet und setzt sich zusammen aus legein = lesen und astheneia = Schwäche. International gebräuchlicher ist der Begriff "Dyslexie".

Es ist ein kompliziertes Puzzle von Funktionen auf körperlicher (Motorik, Sinneswahrnehmungen), sozialer, emotionaler und psychischer Ebene, das vom ersten Atemzug an richtig zusammengefügt werden muss, damit ein Kind erfolgreich lesen und schreiben lernt. Störfaktoren können diesen sensiblen Prozess an vielerlei Stellen beeinträchtigen (vgl. das ganzheitlich-systemische Schriftspracherwerbsmodell in Klein/Träbert, S. 26 ff.). Doch schon im vorschulischen Alter lassen sich Risikofaktoren für das spätere Auftreten einer Legasthenie erkennen und einschätzen. Die “Differenzierungsprobe” (Breuer/Weuffen) beispielsweise kann mit einem zeitlichen Aufwand von etwa zehn Minuten als Einzeltest schon bei Vierjährigen Hinweise liefern:

  • Das optische Differenzierungsvermögen wird durch das Nachmalen einiger einfacher Zeichen erfasst.
  • Durch Zeigen auf Bilder, die sehr ähnliche klingende Wörter repräsentieren, geben die Kinder Auskunft über ihre phonematische Unterscheidungsfähigkeit.
  • Wenn ein Kind schwierig zu artikulierende Worte nachsprechen kann, verfügt es über eine gute “kinästhetische Differenzierungsfähigkeit” .
  • Das Nachsingen eines einfachen, bekannten Kinderliedesgibt Hinweise auf die melodische Differenzierungsfähigkeit – wichtig für die Intonation beim Sprechen.
  • Das Nachklatschen einfacher Rhythmen gibt Aufschlüsse über das Rhythmusgefühl, genauer: über die rhythmische Differenzierungsfähigkeit.

Erzieherinnen, Lehrkräfte oder Lerntherapeuten können sich ohne Problem mit Hilfe des Buches selbst in das Verfahren einarbeiten. Je nach den Ergebnissen der Differenzierungsprobe wird ein Förderprogramm vorgeschlagen, das die Auftretenswahrscheinlichkeit von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten deutlich verringert. Solch ein Programm ist niemals schädlich, selbst wenn ein Kind gefördert würde, das es nicht wirklich nötig hat.

Ererbt oder erworben?

In der oben zitierten Begriffsbestimmung ist von “Entwicklungsstörungen von Teilfunktionen des zentralen Nervensystems” die Rede. Mittlerweile weiß man, dass die Veranlagung zur Entwicklung einer Legasthenie in hohem Maße erblich ist. Schon lange hatten Forscher diesen Verdacht, denn es war zu beobachten, dass es familiäre Häufungen bezüglich des Auftretens von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten gibt. Mittlerweile hat die Genforschung die Chromosomen identifiziert, die mit bestimmten Teilfunktionen des zentralen Nervensystems, speziell mit der Hör- und Sehverarbeitung, in Zusammenhang stehen.

Doch Vererbung ist nicht alles. Ohnehin wird nicht die Legasthenie selbst vererbt, sondern lediglich die Neigung dazu (“Disposition”). Als primäre Legastheniker gelten aber auch solche Menschen, in deren Familien es keine Häufung des Problems gibt, sondern die durch Einflüsse während der Schwangerschaft, ganz besonders im zeitlichen Umfeld der Geburt, Schädigungen der neuro-biologischen Funktionen erlitten. Solche Einflüsse können von (radioaktiven oder Röntgen-)Strahlen, Giften (z.B. in Medikamenten), Drogen, Genussgiften (Alkohol, Nikotin) oder mechanischen Einwirkungen (Sauerstoffmangel, Geburtskomplikationen) ausgehen. Embryopathie oder hochfiebrige Infekte der werdenden Mutter können sich entsprechend als Risikofaktor auswirken. Säuglinge können natürlich gleichfalls Schädigungen der Hirnrinde durch äußere Einflüsse erleiden; häufige Mittelohrentzündungen beim Kleinkind scheinen bedeutsam für zentrale Hörwahrnehmungsstörungen und in deren Gefolge für Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten zu sein.

Als sekundäre Legasthenie werden von manchen Autoren massive Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bezeichnet, die durch mangelnde Anregungen oder gar schädigende Einflüsse des kleinkindlichen Umfelds verursacht sind: beispielsweise Vernachlässigung (ebenso wie Überbehütung!), auch gravierende soziale Probleme der Familie (Armut, Dauerarbeitslosigkeit, Alkoholismus eines Elternteils). Wenn das Aufwachsen des Kindes unter bestimmten problematischen Bedingungen die Entwicklung von Wahrnehmungsfunktionen des Sinnesapparats beeinträchtigt, etwa weil Bewegungsmangel, Reizüberflutung und einseitige Ernährung vorherrschen, können die störenden Auswirkungen auf den Schriftspracherwerb in der Schule ähnlich nachhaltig und gravierend sein wie bei der primären Legasthenie. Diese Problematik hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen und wird unter dem Stichwort “neue Kindheit” diskutiert. Wenn man weiß, dass die Bewegungs- und Sinneserfahrungen des Kleinkindes unmittelbar bestimmend für die Ausdifferenzierung der Gehirnstrukturen sind, kann man die Bedeutung des Spielens im Freien im Vergleich mit einer “Fernseh-Kindheit” erahnen.

Als tertiäre Legasthenie werden gelegentlich Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache bezeichnet, die die Schule zu verantworten hat: schlechte Rahmenbedingungen im Anfangsunterricht (zu große Klassen, Unterrichtsausfall), unzeitgemäßer Ausbildungsstand der Lehrkräfte, falsche Methodik, nicht kindgemäße Pädagogik, Leistungsauslese statt Förderung und fehlende “Passung” des Unterrichts an die individuellen Lernbedürfnisse der Kinder. Allerdings lernen Kinder ohne neuro-biologische oder soziale Handicaps in der Regel trotzdem das Lesen und Schreiben.

Bei vorübergehenden Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten durch Krankheit, Schulwechsel, seelische Belastungen oder Übungsmangel handelt es sich nicht um Legasthenie. Dennoch können sich solche Lernprobleme schnell im Sinne eines “Teufelskreises” verfestigen und verstärken, wenn nicht mit geeigneten Mitteln gegengesteuert wird.

Wie weit ist Legasthenie verbreitet?

Wenn Wissenschaftler im Zusammenhang mit Legasthenie von Defiziten etwa in der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung sprechen, müssten sie auch Bezugsnormen nennen, an denen die Abweichungen von der Norm bestimmt werden können. Doch bis heute gibt es keine Grenzwerte für die genannten Teilfunktionen des Sinnes-Wahrnehmungsapparates. Weder lassen sie sich präzise messen noch ist ihr Stellenwert bei verschiedenen betroffenen Kindern vergleichbar. Jedes hat seine eigene Legasthenie. Selbst die früher übliche Abgrenzung zur intellektuellen Minderbegabung ist heute nicht mehr haltbar, denn es gibt durchaus Schüler mit einem IQ unter 85, die also als “lernbehindert” gelten, aber dennoch ohne Probleme das Lesen und Rechtschreiben lernen.

Kein Wunder also, dass die Quote der Legastheniker von verschiedenen Wissenschaftlern unterschiedlich bemessen wird; meistens wird sie mit 5–10 Prozent eines jeden Jahrgangs beziffert. Gelegentlich wird auch zwischen “legasthenisch” und “schwer legasthenisch” unterschieden. Einig ist man sich in der Fachwelt darüber, dass Jungen häufiger von Legasthenie betroffen sind als Mädchen, aber die neuesten Studien gehen im Unterschied zu früheren nur noch von einem geringen Geschlechterunterschied von etwa 1,2:1 aus.

Wer hilft bei Legasthenie?

  • Erste Ansprechpartner für Eltern von Schulkindern sind grundsätzlich deren Lehrerinnen und Lehrer. Auf der rechtlichen Basis der in fast allen Bundesländern bestehenden LRS-Erlasse (können im Schulsekretariat eingesehen werden oder im Internet; entsprechende Links hier) können sie die Möglichkeiten für Fördermaßnahmen und besondere notenmäßige Rücksichtnahme mit den Eltern besprechen. Zudem sind ihre Beobachtungen aus dem Unterricht und ihre Analyse der Lese- und Rechtschreibleistungen wichtige Daten im diagnostischen Prozess. Sie wissen auch, ob für die Schule ein(e) Beratungslehrer(in) zur Verfügung steht und können ansonsten die Adresse des zuständigen Schulpsychologischen Dienstes nennen.Wenn Lehrkräfte allerdings lediglich empfehlen mehr zu üben, ohne methodische Hilfen dafür zu geben, oder darauf verweisen, das werde sich schon alles “auswachsen”, sollten Eltern nicht mit dem Aufsuchen des Schulpsychologischen Dienstes zögern.
     
  • Schulpsychologische Dienste (Adressen hier) bieten ihre Hilfe kostenfrei an. Sie können die psychologische Diagnostik durchführen und auf dieser Grundlage Wege aufzeigen, die dem Kind individuell weiterhelfen. Falls die Schule nicht hinreichend zu fördern vermag, ist es oft die schulpsychologische Stellungnahme, die für die Kostenübernahme des Jugendamtes bei außerschulischen therapeutischen Maßnahmen ausschlaggebend ist. Droht nämlich dem Kind eine seelische Behinderung, hat es nach § 35a des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) unabhängig vom elterlichen Einkommen einen Anspruch auf staatliche Hilfe. Die Praxis der Gewährung dieser Hilfe ist allerdings bei den verschiedenen Jugendämtern erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich.
     
  • Auch wenn im Zusammenhang mit Legasthenie von einer “Störung” die Rede ist und das Phänomen sogar in der internationalen Klassifikation der Diagnosen auftaucht, so handelt es sich doch nicht um eine Krankheit, deren Behandlung von den Kassen bezahlt würde. Die Diagnose der Wahrnehmungsfähigkeit allerdings sowie die Behandlung von Wahrnehmungs- oder Entwicklungsstörungen wird von den Krankenkassen getragen. Hierfür ist die Überweisung des Kinderarztes zum zuständigen Sozialpädiatrischen Zentrumzu empfehlen.
     
  • Wenn außerschulische Hilfe unverzichtbar ist, empfiehlt sich häufig die Kombination einer (kassenfinanzierten) medizinischen Stütztherapie (Ergo-, sensorische Integrations-, Psychomotorik-Therapie u.a. – Verordnung nach gründlicher Diagnostik) mit einer (privat zu finanzierenden, evtl. nach § 35a KJHG geförderten) Lern- oder Legasthenietherapie. “Wegweiserdienste” zur Planung und Koordination der angemessenen Diagnostik und Behandlung leisten in der Regel die schulpsychologischen Dienste; Auskünfte und Rat bieten jedoch auch die Selbsthilfeorganisationen, allen voran der Bundesverband Legasthenie mit seinen Landesverbänden.

Schwäche oder besondere Begabung?

In der Fachöffentlichkeit herrscht ein hohes Maß an Übereinstimmung darüber, dass Legastheniker Defizite aufweisen. Es werden Schwächen in der Wahrnehmung bzw. Verarbeitung von Hör- und/oder Sehreizen, motorische Auffälligkeiten, fehlendes Rhythmusgefühl, Störungen in der sensorischen Integration u.a.m. genannt. Das hat auch eine gewisse Entlastung für die Eltern betroffener Kinder zur Folge, die oft genug zu hören bekommen, sie sollten einfach mehr mit ihrem Kind üben, und nicht selten unter Schuldgefühlen leiden. Auf der anderen Seite vermag diese Sichtweise den betroffenen Kindern Leistungsmotivation zu nehmen. “Ich kann nicht lesen/rechtschreiben – ich bin Legastheniker” – das ist eine häufig zu hörende Argumentation bei Schülern, mit der sie sich besonderen Übungsanstrengungen verweigern. Wer eine Legasthenie hat, hat eben eine Schwäche; da soll das Umfeld wohl Rücksicht darauf nehmen, aber “ich selbst kann nichts daran tun”. Das ist durchaus keine “faule Ausrede”, sondern fest verwurzelte Überzeugung.

Wie verlockend klingt da die Theorie, dass Legasthenie ein Zeichen für besondere Begabung sei! Besonders in einer Zeit wie der unseren, in der dem Schulerfolg ein maßgeblicher Anteil an späteren Berufs- und Karrierechancen zugerechnet wird, finden solche Stimmen natürlich offene Ohren. Doch die Literatur dazu und in ihrem Gefolge die entsprechenden Kurs- und Therapiekonzepte sind mit Vorsicht zu betrachten. Auf unserem freien Bildungsmarkt können sich fachlich einseitige oder gar unseriöse Angebote nur allzu leicht ausbreiten, denn mit der Sorge von Eltern um die Zukunftsaussichten ihrer Kinder lassen sich gute Geschäfte machen. Auskunft und Beratung in Fragen der fachlichen oder geschäftlichen Seriosität von kommerziellen Anbietern von Nachhilfe und Lerntherapie gibt die Verbraucherschutz-Organisation “Aktion Bildungsinformation (ABI) e.V."

Etwas anderes ist es allerdings mit der Sichtweise der Lerntherapie, wie sie vom Fachverband für integrative Lerntherapie (FiL) e.V. vertreten wird. Therapeuten, die im Sinne dieses Verbandes arbeiten, suchen zunächst nach den Stärken und Begabungen (Ressourcen) eines LRS-Kindes. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass jeder Mensch die Welt anders sieht und wahrnimmt. Wer im konventionellen Unterricht, der stark über gesprochene Sprache abläuft, nicht erfolgreich lernt, vermag das möglicherweise über den Einsatz von konkreten Bildern, durch innere Bilder (Visualisierungen) oder mit Hilfe von Materialien zum Anfassen und Hantieren. Dieses ressourcen-orientierte Vorgehen vermittelt den Kindern von Anfang an, dass es für sie durchaus Wege zum erfolgreichen Lernen gibt, auch wenn sie vielleicht mehr Zeit erfordern und mühsamer sind, und stärkt damit ihre Leistungsmotivation.

Ein methodisch vielfältiger Unterricht, der möglichst alle Sinneskanäle anspricht (multisensorisch) und mit sogenannten offenen Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Wochenplan, Werkstattunterricht o.a. arbeitet, macht das Lernen für viele legastheniegefährdete Schüler leichter. Ganz gleich, wo sie ihre neuro-biologischen Ausfälle haben, sie finden unter solchen Bedingungen eher doch irgendwo noch Ansatzpunkte, die ihnen weiterhelfen. Auch wer im Anfangsunterricht nach der Methode von Hiltraud Prem mit genügend Zeit und in ermutigender Atmosphäre Sicherheit in der Lautanalyse und -synthese gewinnen konnte, wird ein erheblich geringeres Risiko haben, eine ausgeprägte Lese-Rechtschreib-Schwäche zu entwickeln.

Legasthenie ist ein Faktum. Es gibt sie; sie betrifft einen erheblichen Prozentsatz von Schülerinnen und Schülern, aber sie muss kein Schicksal sein. Es gibt Möglichkeiten, das Risiko für ihr Auftreten bereits im Vorschulalter zu bannen; es gibt Ansätze für Früherkennung und Förderung im ersten Schuljahr und für Hilfen in späteren Jahren. Vielleicht drückt sie auch tatsächlich eine besondere Art aus, die Welt zu sehen und zu verarbeiten. Ob sie jedoch heute noch eine Beeinträchtigung für Bildungs-, Lebens- und Berufschancen bedeuten muss, wie das lange der Fall war, liegt nicht an ihr selbst, sondern an unserem Umgehen mit ihr.

Empfehlenswerte Literatur zum Weiterlesen

  • Rainer Dürre: Legasthenie -  das Trainingsprogramm für Ihr Kind, Freiburg, Herder TB 2012
  • Ingrid Naegele: Jedes Kind kann lesen und schreiben lernen. LRS, Legasthenie, Rechtschreibschwäche - Wie Eltern helfen können, Weinheim, Beltz 2011

Literatur

  • Peter Bechen, Werner Kinzinger, Suse Seger: LRS-Ratgeber. Lese-Rechtschreib- und Rechenschwäche. Ratgeber für die Suche nach Hilfe und den Weg zur Selbsthilfe, Stuttgart, Aktion Bildungsinformation e.V. 2004
  • Helmut Breuer, Maria Weuffen: Lernschwierigkeiten am Schulanfang. Lautsprachliche Lernvoraussetzungen und Schulerfolg: Eine Anleitung zur Einschätzung und Förderung lautsprachlicher Lernvoraussetzungen, 7. Auflage Weinheim, Beltz 2006
  • Jochen Klein, Detlef Träbert: Wenn es mit dem Lernen nicht klappt. Schluss mit Schulproblemen und Familienstress, Weinheim, Beltz 2009

Autor

Detlef Träbert ist nach 18 Jahren als Lehrer und Beratungslehrer in Baden-Württemberg seit 1996 freiberuflich tätig. Der Diplom-Pädagoge betreibt seinen Schulberatungsservice ”Schubs”© in Köln, von wo aus er Elternvorträge und -workshops sowie Lehrerfortbildungen u.a.m. anbietet.

Er ist Autor zahlreicher Bücher im pädagogischen Bereich. Ehrenamtlich ist Träbert in der Aktion Humane Schule e. V. engagiert.

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Erstellt am 21. Januar 2003, zuletzt geändert am 30. Juli 2015